Conall

#3

Ich bin soweit – ich mache meine eigenen Regeln!

” I am ready to make my own rules ”

sagt Seattle’s Künstlerin Megan Prince in einem Interview. Da sind all diese verschiedenen Regeln, die dir von Anderen aufgezwungen werden, so dass du irgendwann glaubst, du musst es so machen, damit es für sie funktioniert. Und irgendwann bürdest Du dir dann diese Regeln selber auf. Vor allem in der Kunstschule war es so schwierig, weil jeder so suchend ist – rauszufinden was er oder sie glauben soll oder machen will – und dabeiso wertend sind untereinander. Du fühlst dich immer beurteilt. Aber jetzt ist es an der Zeit es so zu machen wie man es machen möchte!

Damit spricht Megan Prince mir aus dem Herzen und aus der Seele. Als ich mit 19 mit der Schule fertig war und in Hamburg an der “Hochschule für Bildenen Künste” studieren wollte, war ich nach dem ersten Gespräch dort so eingeschüchtert, dass ich mich nicht getraut habe meine Mappe einzureichen. Wahrscheinlich aber auch gut, denn in dem Alter wäre ich dem werten und urteilen sicher nicht gewachsen gewesen. Dennoch habe ich oft noch jetzt, 20 Jahre später darüber nachgedacht vielleicht doch noch freie Kunst zu studieren – aber warum?

Für mich? Weil ICH das will? oder weil es mir aufzwinge? Weil es andere aufzwingen? Die Gesellschaft hierzulande wertet gerne auf Basis von Diplomen, Abschlüssen und Titeln. Hat man ein Diplom, eine fundierte, nachgewiesene und anerkannte Ausbildung, dann kann man auch was – dann ist man wer, staatlich anerkannt. Wow! Und auch ich denke immer wieder, ich muss mich diesen Regeln beugen, damit das anerkannt wird was ich tue. Anerkannt – von wem eigentlich? Und macht mich das besser, wenn ich diese Regeln befolge, die ich aufgezwungen bekomme? Nein, sicher nicht! Diese Regeln engen ein, lassen mich mit dem dem Strom, der Masse schwimmen und zwingen mich. mich in dem Radius der Regeln zu bewegen. Wie kann ich mich da kreativ entfalten?
Mich ausprobieren? Stolpern, Hinfallen, aufstehen, etwas Neues probieren. Experimtieren. Wachsen. Ich sein! Wohl gar nicht und darum: Ich bin soweit – ich mache meine eigenen Regeln. Eine wundervolle Affirmation, die ich mir ab nun zu Herzen nehmen werde!

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